Test – Appletree Appleslice V2

Wir konnten das neue Appletree Appleslice V2 Wingfoilboard in 70 l und 4’10“ Länge ausgiebig testen. Der Shape wurde komplett überarbeitet und hat eigentlich nur noch wenig mit seinem Vorgänger zu tun. Das neue Appleslice V2 soll für die Welle und Freeride ausgelegt sein. Mit seinem Stallbruder Jazz (HIER geht’s zum Test) hat Appletree noch ein spezielles Freestyleboard im Angebot.

An Land

Der Shape des Appletree Appleslice V2 erinnert nun mehr an ein Surfbrett. Dies kommt nicht von ungefähr, da die kleineren Größen auch als Foilsurfboard Verwendung finden. Der Kompaktshape gehört somit der Vergangenheit an. Dabei ist das V2 nur um einen Inch länger geworden als sein Vorgänger. Die Rails verlaufen nicht mehr parallel, sondern leicht oval auf den breitesten Punkt zu, der sich nun im vorderen Drittel befindet. Die Rails sind nicht mehr so scharf wie beim V1. Insgesamt sind sie runder geworden und haben mehr oder weniger übers ganze Board die gleiche Form.

Von der spitzeren Nose verläuft zunächst im vorderen Drittel eine gemäßigte Doppelkonkave im Unterwasserschiff, welche dann in ein Plan bis zum Heck übergeht. Das Heck ist mit einer scharfen Abrisskante versehen.

Das Deck des Appletree Appleslice V2 ist durch eine leichte Konkave gezeichnet. Das Pad ist mit einer etwas raueren Textur ausgestattet. Zur Montage der Fußschlaufen gibt es sehr viele Möglichkeiten. Sowohl ein Dreier- als auch ein Zweier-Setup sind möglich, welche auf fünf Positionen in der Längsachse variiert werden kann. Sogar die Platzierung von zwei Schlaufen am Heck ist möglich.

Im Unterwasserschiff befindet sich der Tragegriff. Die Doppel-US-Box ist für sämtliche Foils ausreichend dimensioniert.

Appletree verwendet einen speziellen, extrem harten Kern für seine Bretter, welcher mit Carbon laminiert wird. Das von uns getestete Board kommt auf nur 5,0 kg (gewogen) und ist damit extrem leicht. Wie immer ist die Verarbeitung ausgesprochen hochwertig. 

Die Farbe Gold bleibt einfach der Wahnsinn.

Auf dem Wasser

Das Appletree Appleslice V2 fühlt sich kleiner an als sein Vorgänger, obwohl es um einen Inch gewachsen ist. Dadurch wirkt das Board in den Manövern und auf der Welle sehr agil. In den Kurven muss man gefühlt weniger Masse um die Ecke bewegen.

Man merkt sofort, dass der neue Shape in kleineren Größen auch als Surffoilboard genutzt werden kann. Gerät das Board auf der Welle mal aus dem Foilen, surft es einfach auf der Welle weiter und kommt mühelos wieder in die Luft. Das Touch down und Lift off Verhalten ist einfach herausragend.

Auch beim Springen macht das Appletree Appleslice V2 eine gute Figur. Das geringe Gewicht und der relativ schmale Shape lassen das Board super einfach durch die Luft bewegen.

Durch die scharfen und parallelen Rails des V1 lag dieser satt im Wasser, welches einen den Aufstieg und die Dümpelfahrt sehr erleichterte. Beim neuen Shape musste diese Eigenschaften ein wenig leiden und das V2 liegt nicht mehr ganz so ruhig im Wasser wie sein Vorgänger.

Das neue Pad mit der rauen aber weichen Struktur hat den Halt auf dem Deck enorm verbessert, ohne das es sich unangenehm an den Füßen anfühlt.

Fazit

Das Appletree Appleslice V2 ist eine konsequente Weiterentwicklung. Wir sind selten ein so agiles und surfiges Board in dieser Volumenklasse gefahren, da nimmt man gerne ein paar Abzüge im Dümpelverhalten in Kauf.

Aufsteiger sollten sich im Zweifel für eine Größe größer entscheiden.

Farbe und Verarbeitung sind überragend und suchen ihres Gleichen.

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