Ab ins Wasser

Der Wing ist aufgepumpt, das Foil ist ans Board geschraubt. Doch plötzlich erscheint alles ganz schön unhandlich. Wie soll man das Material sicher ins Wasser transportieren – vor allem wenn der Wind einem heftig um die Ohren bläst und der Wing sich schon ganz allein auf den Weg machen will. Als Einsteiger kann das schon herausfordernd sein.

Hier unsere Tipps & Tricks für den Transport zum und ins Wasser!

Transport zum und ins Wasser

Den Transport ins Wasser gestaltest du am besten so, dass du das Board mit dem Foil zuerst möglichst nah ans Ufer tragt und dort ablegst. Danach gehst du mit dem Wing (Achtung: Immer die Leash am Handgelenk befestigt!) zum Ufer und hältst ihn dabei an der vorderen Kante auf der Lee-Seite (die windabgewandte Seite), so dass er frei im Wind steht.

Am Board angekommen, gilt es dieses mit der anderen Hand (die, die nicht den Wing trägt und damit auf der windzugewandten Seite ist) ins Wasser zu tragen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Kopfüber, indem du es am Foil trägst. Dafür kann man den freien Arm unter dem Foil einhaken. Das Board hängt dann kopfüber am Foil. Das ist nicht sehr komfortabel, aber sicher und für ein paar Meter gut machbar.
  2. Sofern das Board an der Unterseite über eine Griffmulde verfügt, kannst du es seitlich am Körper tragen. Das Foil steht dann von dir weg in Windrichtung und der Wing steht bzw. schwebt auf der anderen Seite. So wie es bei Bernd auf dem nachfolgenden Bild zu sehen ist. 🙂

Im folgenden Video haben wir das Procedere noch einmal für euch aufbereitet:


Tipps zur Sicherheit

Bevor du tatsächlich startest möchten wir dir noch ein paar Hinweise zur Sicherheit in dieser Situation geben. Neben den generellen Sicherheitsregeln beim Wing-Foilen solltest du auf dem Weg ins sowie nachher im Wasser unbedingt folgende Dinge beachten:

  • Halte das Foil fern vom Wing – immer! Dein Wing besteht aus Stoff. Dieser ist sicher recht robust und wird seinen Aufgaben gut gerecht. Einem scharfkantigen aus Aluminium und Carbon bestehendem Foil kann er aber kaum standhalten. Wir haben es selbst mehrfach erleben müssen: Eine kleine Unachtsamkeit beim Tragen, beim Lagern am Strand oder auch während eines unglücklichen Sturzes und schon fliegt der Wing fliegt aufs Foil und zerreißt. Besonders bei stark böigen Bedingungen passiert das schnell. Und auch die prall gefüllte Front- oder Mitteltube kann schnell betroffen sein. Die gute Nachricht: Es lässt sich zumeist alles reparieren! Leider kostet das Geld und Zeit. Und die Wing-Session ist auch erstmal gelaufen, wenn kein zweiter Wing verfügbar ist.
  • Sichere den Wing sofort und immer mittels der Leash! Schon beim Aufpumpen sollte der Wing gesichert sein – entweder schon an deinem Handgelenk oder an einem feststehendem Gegenstand (z.B. einem Zaunpfahl). Ansonsten halte ihn immer fest verbunden mit deinem Handgelenk und stelle sicher, dass er nicht über die Hand rutschen kann. Die Grundregel lautet: Niemals lösen, schon garnicht auf dem Wasser! Die Dinger fliegen schneller weg, als du gucken kannst – und dann kann es ziemlich gefährlich und/oder teuer werden.
  • Meide stark böige Winde, brechende Wellen oder sehr kabbelige Bedingungen! Solange du nicht umfassende Erfahrung gesammelt hast, gehe nicht raus bei stark böigen Winden, in brechenden Wellen oder sehr kabbeligen Bedingungen (z.B. vor Spundwänden wo die Wellen reflektiert und in allen Richtungen kreuz und quer schlagen).
  • Solltest du einmal nicht „zurückwingen“ können (z.B. weil der Wing defekt oder der Wind zu stark ist), ist es das Sicherste, wenn du zum Ufer paddelst. Dafür legst du dich bäuchlings auf das Board, drehst den Wing auf den Rücken und klemmst ihn unter den Füßen ein. So kannst du mit den Armen paddeln und den Wing hinter dir herziehen. Sollte das nicht funktionieren (z.B. weil der Wind zu stark ist und den Wing zum Flattern bringt) kannst du die Luft ablassen, den Wing zusammenrollen und zwischen deinen Körper und das Board klemmen.
  • Meide Seegras. Seegras kann ziemlich nervig sein, es bremst das Foil und kann euch in größeren Mengen auch zu Fall bringen. Vor allem nach Stürmen kann es in größeren Mengen bündelweise im Wasser treiben und damit zu einer echten Gefahr fürs Fohlen werden. Such dir dann lieber einen anderen Spot.
  • Trage Helm und Prallschutzweste. Gerade als Einsteiger solltest du die Gefahr, die vom Foil und ggf. auch dem herumschleudernden Board ausgehen, nicht unterschätzen. Außerdem bringt die Prallschutzweste zusätzlichen Auftrieb und unterstützt so das durchaus anstrengende Schwimmen und Aufsteigen.
  • Behalte das Foil unter Wasser immer im Hinterkopf. Besonders der Heckflügel des Foils ist sehr scharfkantig und kein guter Freund für nasse, kalte Haut oder euren Wetsuit. 🙂