Steffi Wahl – Windsurf-Worldcuperin auf neuen Wegen

Steffi Wahl ist eine der erfolgreichsten deutschen Windsurferinnen der letzten Jahre. Sie hat erfolgreich an diversen Worldcups in der Disziplin Wave teilgenommen. Da überrascht es nicht, dass man Steffi nun auch immer öfter mit Foil und Wing in der heimischen Ostseewelle beobachten kann.

Im Sommer 2019 musste Steffi wegen einer Sprunggelenksverletzung mit dem Windsurfen pausieren und beobachte vom Sofa aus die beginnende Wingfoil-Bewegung. Von Klaas Voget hörte sie Erzählungen, wie er auf Teneriffa während des Windsurf-Worldcups fleißig mit dem Wingfoil unterwegs war. Leider musste sie noch ein ganzes Jahr warten, bevor sie tatsächlich starten konnte. Sogar Steffi hatte Schwierigkeiten an Material zu kommen.

Im Juli 2020 war es dann endlich soweit und die Frohnatur stand das erste Mal auf einem Wingfoilboard.

Von Anfang an im VAYU-Team

Zuvor hatte sie Philip Horn von Liqiuid Sports damit gelöchert, ob er noch Wing-Testmaterial hat. Zeitgleich fing auch die Entwicklung von VAYU an. Letztendlich konnte sie so von Anfang an bei der Entstehung der Marke mit kleinen Inputs mitmachen. Steffi ist seit dem Teil des VAYU-Team. (Wie sich die neuen Wings von VAYU fahren, findet ihr hier.)

Foilerfahrung hatte sie bis dahin noch keine. „Beim Windsurfen hat mich das Foilen nie so gereizt. Also fing es bei mir so an, wie bei vielen, mit Rodeoritten und allem was dazu gehört. Am Anfang hatte ich kaum Kontrolle. Ich hab mich kaputt gelacht. Es war einfach ein Riesenspaß.“ Mittlerweile hat Steffi aber einiges dazu gelernt und ist vor allem in der Welle unterwegs.

Auf die Frage, ob sie auch plant an den deutschen Meisterschaften an ihrem Homespot teilzunehmen antworte sie: „Da habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Das ist bei mir immer eine spontane Entscheidung. Ich finde es gerade sehr schön, dass sich alle einfach nur über den neuen Sport freuen. Überall sieht man strahlende Gesichter auf dem Wasser. Der Wettkampfgedanke ist da noch gar nicht aufgekommen. Außerdem finde ich, dass man auch ein gewisses Niveau haben sollte, um bei einer deutschen Meisterschaft mitzumachen.“

Steffis Lieblings-Set-Up besteht momentan aus einem 4‘10“er Board mit 70 l und einem geschraubten Mid Aspect Foil mit ca. 1500 cm² Fläche. „Ich bin am liebsten bei Leichtwind, so um die 12 bis 15 kn und kleiner Welle unterwegs. So dass man gerade ins Foilen kommt.“

Man spürt die Energie vom Wasser am Foil

Nach der Faszination für den neuen Sport gefragt, kommt die sympathische Schönbergerin ins Schwärmen. „Für mich ist das tollste am Wingen das Surffeeling. Ohne Trapez und ohne Druck im Wing auf der Welle zu stehen. Einfach frei zu sein. Man spürt die Energie vom Wasser am Foil. Jetzt kann ich Wellen surfen, die man eigentlich nicht surfen kann. Auch Inlandsreviere die vielleicht etwas schwer zugänglich sind oder böige Winde haben, sind jetzt mega spannend. Es geht einfach überall. Eine weitere Besonderheit ist die Einfachheit. Einen Wing, ein Board und ein Foil, mehr braucht es nicht.“ Diese Freude spiegelt sich auch auf den Bildern auf Steffis Instagram-Account @steffiwahl wieder.

Jede Session bringt einen voran

Steffis Tipp für den Anfang ist, sich nicht viel Gedanken zu machen, sondern einfach loszulegen. Jede Session bringt einen voran. Wichtig ist, dass man mit dem richtigen Material anfängt, mit dem man auch tatsächlich gleich abheben kann. Es bringt nichts sich gleich ein Foil und Board für Fortgeschrittenen zu kaufen, wenn es ein wenig Technik erfordert damit zu starten. Lieber sich für die ersten Versuche ein passendes Board leihen, um gleich Spaß zu haben, anstatt sich zu frusten.

Steffi selber feilt gerade an der normal to switch Wende. „Die gelingt mir noch nicht ganz. Ich glaube, ich denke darüber zu viel nach. Sollte ich vielleicht einfach mal sein lassen (lacht). Am Anfang ist die Lernkurve rasant. Das Wichtigste ist, dass man ein Gefühl für das Foil bekommt.“

Durch die Pandemie konnte Steffi vergangenes Jahr leider nur einmal in Dänemark mit dem Wing aufs Wasser, um die Wellen rundum Hanstholm abzureiten. „Da war ich leider noch nicht so gut. Ich kann es von daher kaum abwarten, bis die Grenzen wieder aufmachen und wir in der Nordseewelle foilen können. Aber wenn ich es mir so recht überlege, dann müssen wir gar nicht mehr soweit Autofahren, denn auch die kleinsten Ostseewellen machen mit dem Foil einen Riesenspaß!“

Wir freuen uns über Steffis positiven Einfluss auf unseren neuen Sport und sind neugierig, was uns noch alles erwartet.

Schaut Euch auch unbedingt Steffis Internetauftritte an.

www.steffiwahl.de
Instagram: @steffiwahl

(Fotos: VAYU/ bulgenslag.de)

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