Alex_What if I fall_Wingfoilen

„What if I fall?“ – Mein Weg zum Wingfoilen

„What if I fall?“ „Oh, but my darling, what if you fly?“ (Erin Hanson)

Zugegeben, es war nicht mal meine eigene Idee das Wingfoilen auszuprobieren. Ich wurde sanft, aber begeistert in die Richtung gepusht. 

Meine Skepsis war groß! 🤨

Dieses riesen Vieh unter dem Brett, an dem ich mir ständig die Beine angeschlagen habe. Keine Ahnung wie ich den Wind in dem Wing einfangen sollte, geschweige denn wie ich überhaupt irgendwohin lenke und wieder ans sichere Land komme. Das dunkle, ungewiss tiefe Wasser unter mir …

Als absolute Wingsurf-Anfängerin war mein Respekt vor Wind und Welle groß. Und auch wenn ich nach und nach immer mehr verstand, war jeder Fortschritt gefühlt erkämpft. 

Da war der Wind zu stark, dann wieder zu schwach, die Wellen zu hoch oder der Wing zu klein, das Brett zu kippelig, zu viele Zuschauer … Irgendwas ist ja immer … oder?

„Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.“

Lange habe ich immer wieder gesagt, dass das Erlernen des Wingsurfens für mich eher ein Kampf mit den Elementen ist – doch – wer hätte es gedacht – vor allem mit mir selbst!

Meine Angst vor dem Fall hat mich lange zurückgehalten. So richtig hat es ewig nicht geklappt, weil mein Kopf sich immer ausmalte was wohl passieren könnte wenn … 

Die Angst hat mich kontrolliert. Ich habe mich kontrollieren lassen.

Das erfuhr ich ungefähr zeitgleich auch in einem Skateboard-/Longboard-Kurs, in dem ich vor jeder neuen, gefühlt total verrückten  Herausforderung am liebsten den Kopf in den Sand gesteckt hätte, da ich Angst hatte mich zu verletzen! Aber nun war ich ja schon mal da, hatte bezahlt, also probierte ich mich aus – und siehe da, ich schaffte es! Stolz und pure Freude waren der wundervolle Lohn!

Da verstand ich: Ich selbst war das Problem.

Und prompt platzte mein Knoten auch beim Wingfoilen: Ich fing an auf dem Board im Flug zu summen oder singen 😉 

Ich konnte endlich loslassen und meinem Gefühl, meinem Körper, dem Board und dem Foil vertrauen, den Kopf ausschalten und einfach nur machen! Genießen. Fliegen !

Wir können im Leben immer wählen, ob wir aus Liebe oder Angst handeln. Zwei Motoren. Zwei Wege. 

Also wähle ich ab jetzt auch auf dem Wasser die Liebe zur Freude. Die Liebe zum Fliegen! 

Das Wingsurfen ist für mich so endlich zu einem Spiel statt zu einem Kampf geworden! Das Gefühl, ganz still über das Wasser zu gleiten und mich dabei immer wieder neu zu erfahren und herauszufordern, ist so viel schöner, reizvoller und lebenswerter als eine olle Angst.

Denn genau hier, außerhalb der Komfortzone, passieren Wachstum und Wunder! 

Go fly, my darling! Fly! 🤙

Ein Beitrag von Alex, Meeresleuchten – Yoga Laboe

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