Naish Wing-Foil S26 Jet HA Quiver 1800 & 1400

Review: Naish Wing-Foil Setup S26 Jet HA 1800 & 1400

Aufgrund der allseits bekannten Lieferengpässe warteten wir schon seit Beginn des Jahres auf das neue Wing-Foil-Material aus der S26-Serie von Naish. Stück für Stück wurden wir für unser Warten belohnt. Als erstes durften wir im März die neuen Wings begrüßen. Einen Monat später kam dann auch das Board in der 95-Liter-Ausführung. Beides wurde natürlich umgehend eingesetzt und ausgiebig getestet. 

Zur Abrundung fehlten nun noch die passenden Foils. Besonders spannend für uns war, dass es zugleich der Umstieg auf die High-Aspect-Version werden sollte. 

Vor gut vier Wochen war es dann endlich soweit: Das heiß ersehnte neue Foil-Setup von Naish stand endlich vor der Tür. Was hatten wir bestellt, welche Flügel- und Mastgrößen waren dabei? Und warum die High Aspect Version?

Die Auswahl

Dem allgemeinen Trend, positiven Berichten sowie ersten eigenen Erfahrungen folgend fühlten wir uns schon länger zu den High-Aspect-Flügeln hingezogen. Früheres Angleiten, höhere Endgeschwindigkeiten, elegantere Manöver sowie nicht zuletzt ein besseres Verhalten in der Welle waren mehr als genug Gründe für uns, den Umstieg auf die im Vergleich zu Low-Aspect-Foils gestreckter, dünner und flacher ausfallenden Fluggeräte anzugehen. (Zum Vergleich der verschiedenen Foil-Arten sowie unserer Kaufberatung siehe hier.)

Basierend auf unseren bisherigen Erfahrungen gingen wir recht vorsichtig an die Auswahl zu bestellenden Flügel heran. Es sollte eine Kombination für leichteren Wind sowie eine für mehr Wind und den Einsatz in der Welle werden. Also wurden ein 1800er sowie ein 1400er Frontflügel inklusive der passenden Stabilzer in 310 und 280 bestellt. Dazu die Masten – in Carbonausführung. 🙂

Unboxing und erster Eindruck

Schon das auspacken war spannend und wurde zu einer optisch und haptisch tollen Erfahrung. Die Flügel in Carbon-Optik sehen einfach nur toll und qualitativ hochwertig aus. Man bekommt umwillkürlich Angst vor dem ersten Kontakt mit Sand oder gar Steinen. 😉 Gleiches gilt für den Mast inklusive Mastfuß, die in der Carbon-Ausführung aus einem Stück „gegossen“ sind, und ebenfalls äußerst hochwertig wirken. 

Naish Wing-Foil S26 Jet HA
Naish Wing-Foil S26 Jet HA – edle Optik und hochwertige Anmutung

Das Foil Setup kommt in einer schicken Tasche. Für die einzelnen Flügel sind Fächer vorbereitet, sodass auch bei einem umfangreicheren Quiver jedes Teil sein eigenes Fach bekommen kann. Für die Fuselage und auch das Torx-Tool sind eigene Schlaufentaschen im Taschendeckel vorgesehen. Die Frontflügel und Stabilizer kommen zudem in eigenen Neoprenhüllen. So ist für den Transport alles gut und kratzersicher aufbewahrt.

Naish Wing-Foil S26 Jet HA Stabilizer
Naish Wing-Foil S26 Jet HA Stabilizer

Erfahrung auf dem Wasser

Der Einsatz auf dem Wasser bestätigt den ersten positiven Eindruck auf ganzer Linie. Die Foils gleiten sehr früh an, lassen sich bei Bedarf gut anpumpen und gehen geschmeidig durch alle Manöver. Das 1800er Setup zeigt dabei erwartungsgemäß ein deutlich ausdauernderes Gleitflugverhalten, während das 1400er Setup mit einer höheren Drehfreudigkeit glänzt. Alles fühlt sich sehr stabil und direkt an. Über den Carbon-Mast bekommt man als Fahrer unmittelbare Rückkoppelung und kann die Steuerung filigran optimieren.

Naish Wing-Foil S26 Jet HA Assembled
Naish Wing-Foil S26 Jet HA 1400 Assembled

Tatsächlich wurde für uns bei ausreichendem Wind der 1400er Frontflügel mit passendem Stabilizer zur ersten Wahl. Er zeigt ein tolles Verhalten, auch in der Welle und beim Downwind-Ride. Häufig ist dann selbst bei diesem Flügel der Auftrieb fast zu stark, sodass wir bereits nach der kleineren Version in 1250 schielen. 🙂

Fazit

Der Umstieg auf ein High-Aspect-Foil hebt eure Wingfoil-Erfahrung wirklich auf ein anderes Level. Früheres Angleiten, direktere Steuerung sowie mehr Drehfreudigkeit und Speed bringen deutlich mehr Fahrspaß und Fortschritte bei Manövern. Das Naish Wing-Foil S26 Jet HA ist aus unserer absolut empfehlenswert. Das 1800er Setup ist gut geeignet bei wenig Wind und/oder für schwerere Fahrer über 90 Kilogramm. Leichtere und fortgeschrittenere Fahrer sind mit dem 1400er Setup bestens beraten und dürften bei nahezu allen Bedingungen sehr gut zurechtkommen. Soll es noch etwas schneller und in die Wellen gehen, ist die 1250er Version durchaus interessant.

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