Wingfoilen erobert die BOOT in Düsseldorf

Die boot feiert ihr Comeback in Düsseldorf und der Surfsport seine Diversität: Wingfoiling wächst stark – im Trend liegt alles, was foilt

Von Andrea Hoeppner 

Foiling für alle. Das ist der große, übergreifende Trend im Surfsport. Die boot 2023 zeigt in der neuen Surfhalle 17, wie Foils das Board-Vergnügen in allen Bereichen beflügeln. Ein großer Messe-Schwerpunkt ist das stark aufstrebende Wingfoiling, das sich in kürzester Zeit vom Spezialisten-Spaß zur eigenen Sportart entwickelt hat. Neben allen anderen Mitgliedern der diversen Surf-Sportfamilie bietet die boot auch Infos und Buchungsmöglichkeiten rund um Surfreisen an die schönsten nationalen und internationalen Surf-Spots. 

Der Surfsport ist in Deutschland lebendiger und erfolgreicher denn je. Das zeigt nicht nur der aktuelle WM-Erfolg von iQFoiler Sebastian Kördel, der vor Brest gerade Deutschlands erster Weltmeister in der neuen olympischen Surfdisziplin wurde. Auch der starke WM-Auftritt von Formula-Kiterin Leonie Meyer, die als Mama und Medizinerin in zwei Jahren in Marseille eine olympische Medaille gewinnen will, weist den Weg. Mit neuen Surftrends wie dem Wingfoiling und vielen spannenden technischen Weiterentwicklungen erobert der Surfsport aktuell ganz neue Fangruppen. 

Trend 1: Wingfoiling setzt sich durch 

Es begann als leicht belächelte Mischung aus Foilkiten und -Windsurfen und hat sich rasant zur eigenen Sportart entwickelt: Wingfoiling und Wingsurfen sind stark auf dem Vormarsch. Hersteller und Händler berichten, dass aus der Anfangs belächelten Idee des handgehaltenen, aufblasbaren Kitesegels, jetzt schon eigene Produktkategorien wie „Race“, „Freestyle“ oder „Wave“ erwachsen sind. Auch daran ist erkennbar, dass sich das Wingen in Windeseile etabliert hat und weiterwächst. 

Jetzt startet das Thema Wingfoiling im breiten Freizeitbereich durch. Es kommen mehr und mehr Winger in Fahrt. Das Produktangebot dazu ist so enorm vielfältig, dass der Besuch der boot für angehende Einsteiger und Fortgeschrittene zum „Muss“ wird. Denn nirgendwo sonst gibt es eine so vollständige Marktübersicht an einem Ort. Nirgendwo sonst kommt man mit so vielen Experten ins Gespräch. Und nirgendwo sonst gibt es die Chance, den Profis vom Beckenrand aus Tricks und Kniffe abzuschauen.

Der Wingsurf-Trend hat längst auch die Wassersportschulen erreicht, wie der Verband Deutscher Wassersport Schulen e.V. (VDWS) meldet. Der Bedarf an Wingsurf- und Wingfoil-Instruktoren ist entsprechend der nachhaltigen Entwicklung sprunghaft gewachsen. Die Ein- und Aufsteiger-Kurse sind ebenso nachgefragt wie die Ausbildung neuer Instruktoren. Auf der boot wollen wir auch zeigen, dass der Einstieg ins Wingfoiling kein Hexenwerk ist. Die VDWS Surf Academy lädt alle Besucher zum Vor-Ort-Test mit dem Wingfoil-Simulator ein. Beim Trockentraining mit der Windmaschine kann jeder den Wing erstmals in die Hand nehmen und ein Gefühl dafür bekommen, wie das Steuern funktioniert. 

Trend 2: Weil Fliegen so schön ist: Foiling für alle! 

Alles, was foilt, ist der Trend. Diesen Satz habe ich in Gesprächen mit Branchen-Experten und auch Surfern zuletzt am häufigsten gehört. Während der Racing-Bereich auf immer spezieller optimierten Foils unterwegs ist, werden auch andere Bereiche wie zum Beispiel das Freestylen, was sich dann Foilstylen nennt, zunehmend „befügelt“. Dabei sind die technischen Entwicklungssprünge der R&D-Teams – anders als im klassischen und schon recht ausentwickelten Windsurf- oder Kitesport – im Foil-Bereich immer noch riesig. Entsprechend eklatante Unterschiede weisen die Produkte verschiedener Hersteller auf. Auch deswegen lohnt sich der Besuch der boot. 

Trend 3: Der neue Power-Sport: Pumpfoiling ohne Segel 

Auch das Pumpfoiling ist ein Kind der jungen, aber nicht mehr zu stoppenden Foil-Welle. Der Sport mit Board und Foil, aber ohne Segel, funktioniert sogar ohne Wind oder Wellen. Ähnlich wie beim Skimboarden, springen Pumpfoiler mit Anlauf auf ihr Board und legen los. Man sieht sie jetzt immer häufiger auf Binnenseen. Mancherorts werden auch in Schwimmbädern Kurse angeboten. 

Zu den Pionieren der Szene zählt zum Beispiel der Hamburger Malte Fürstenberg. Der Airbus-Ingenieur zeigt in seinen Clips, wie Pumpfoiling mit reiner Muskelkraft funktioniert. Da sagen Herz, Kreislauf und Body vielen Dank fürs Training. Für mich ist es die purste und körperlich anspruchsvollste Form des Foilings. Pumpfoiling ist mehr als nur ein verrückter Trend für verrückte Leute, der jetzt schon schnell wachsende Szenen in vielen Städten und eigene Wettbewerbe hervorgebracht hat. 

Trend 4: After-Work-Treffs und Touren-Lust 

Wingfoiling, Pumpfoiling & Co. tragen aktuell enorm zur Belebung der Binnenreviere bei. Ein schöner Trend, wie ich finde! Die Sportarten funktionieren auch bei wenig Wind und bringen Gleichgesinnte lokal zusammen. So ergeben Foilen, Wingen und Pumpen eine neue After-Work-Community, die Leben auf die Seen bringt. Michael Naumann, COO von New Sports und Importeur der Marken Gaastra und Tabou, berichtet beispielsweise, dass sich auf dem Zülpicher See im Naturpark Kottenforst-Wille in der Voreifel nachmittags und abends 50 und mehr Aktive treffen und ihren Sport gemeinsam genießen. Ähnliche Bewegungen sind auch in anderen deutschen Seenlandschaften zu beobachten.

Einen eigenen Trend im Trend bildet dabei das genussvolle gemeinsame Surferlebnis von einem Ort weit in Luv, der dem Wind zugewandten Seite, zu einem Ort wie in Lee, der dem Wind abgewandten Seite. Der Vorteil ist, dass der Wind die Surfer auf ihrem Weg kräftig unterstützt und den Sportlern Kraft spart und den Spaßfaktor erhöht. Es wird immer populärer, dass sich Leute zu so einem gemeinsamen Downwinder über 10, 50 oder gar mehr Kilometer verabreden und sich während der Tour gegenseitig für ihre Instagramkanäle filmen und nebenbei auf ihre Sicherheit achten. Auch machen sich die gesurften Meilen gut auf der Fitness-Tracker-App. Das Phänomen ist nicht nur auf dem weiten Ozean mit seinen langen Dünungswellen zu beobachten sondern hat längst auch and Nord- und Ostsee sowie auf großen Binnenseen Einzug gehalten.. 

Zu Gast auf der boot: Weltstars, Idole und Surf-Künstler 

Das internationale Surf-Programm der boot lockt auch die Besten vom 21. bis 29. Januar nach Düsseldorf. So nimmt der Schweizer Balz Müller Kurs auf die Mutter aller Wassersportmessen, wo der Surfsport als Fest mit viel Infotainment zelebriert wird. Der sehr geerdete, sympathische und kreativste unter den Wingfoilern ist bekannt für seine Videoproduktionen mit hohem Unterhaltungsfaktor. Balz Müller serviert inspirierende Bildideen und beherrscht das Wingfoiling mit der ihm eigenen spielerischen Leichtigkeit: Der Mann tanzt mit dem Wing! Balz Müller ist schon beim Presserundgang am Freitag vor der boot mit von der Partie und danach auch auf der Messe im vertieften XXL-Pool in Action zu sehen. 34 Windmaschinen sorgen für den Druck in der Luft, den die Stars zum Foilen brauchen. 

Am ersten Wochenende der boot 2023 ist Surf-Weltstar Bjorn Dunkerbeck erneut zu Gast in der neuen Surfhalle 17. Messeratsmitglied und Starboard-Geschäftsführer Flo Brunner blickt dem Comeback der boot mit viel Optimismus und Vorfreude entgegen: „Die boot ist und bleibt die beste Möglichkeit, unsere Sportarten im Winter mit den Sportlern zu vernetzen und ins mediale Rampenlicht zu rücken.“ 

Die aktuellen Tagesprogramme der Surfsporthalle 17 gibt es online: boot.de/surfsport

Ab sofort Tickets für die boot erhältlich

Tickets für die boot Düsseldorf 2023 sind ab sofort auf www.boot.de erhältlich. Der reguläre Online-Eintrittspreis beträgt 19,00 €, für www.boot.club.de und ADAC Mitglieder gibt es den vergünstigten Preis von 17,00 €. Eine Nachmittagskarte ist von Montag bis Freitag von 14:00 bis 18:00 Uhr für nur 10,00 € online erhältlich. An der Tageskasse vor Ort kostet der Eintritt 27,00 €. Kostengünstige Übernachtungen für alle boot und Caravaning Fans bietet im Januar das Caravan-Center der Messe Düsseldorf (25,00 € pro Nacht, Anreise ab 16:00 Uhr, Abreise bis 18:00 Uhr am nachfolgenden Tag).