Wingfoil-Kurs-Kriterien

Wingfoil-Kurs – Worauf solltest du achten?

Du bist auf der Suche nach einem guten Kurs um Wingfoilen zu lernen? Wir haben uns mal auf die Suche nach geeigneten Kriterien gemacht und überlegt, worauf du achten solltest …

1. Fähigkeits-Level

Die grundlegende Frage lautet: Was kannst du schon? Abhängig von deinem Vorwissen und deinen Fähigkeiten im Wind- und Wassersport solltest du Ausschau nach einem Kurs halten, der auf deinem Vorwissen aufsetzt. Was nützt es, wenn du stundenlang Theorie zum Wind vermittelt bekommst, wenn du bereits Segeln kannst? Auch Manöverkunde oder Boardbalance-Übungen erübrigen sich, wenn du bereits erfahren im Windsurfen oder Kiten bist. Und hast du schon Wing-Surfen auf dem SUP oder dem Skate-/Mountainboard gemacht, brauchst du vermutlich auch kein großartiges Trockentraining an Land mehr. Aus deinen Vorkenntnissen leitet sich also ab, auf welche Inhalte du bei der Auswahl eines Kurses achten solltest.

Grundsätzlich gilt: Je mehr Vorkenntnisse im Wingfoilen du hast, desto sinnvoller ist vermutlich ein Einzeltraining. Je weniger Vorkenntnisse, desto passender dürften gut strukturierte Kleingruppen-Kurse sein. Letztlich gilt es das Preis-Leistungsverhältnis abzuwägen.

Erstes Kriterium für die Auswahl eines Kurses sollte daher sein: Werden Kurse angeboten, die auf dein Fähigkeits-Level abgestimmt sind? Eine gute Wingsurfschule wird dies bei der Buchung abfragen und eine entsprechende Abstufung im Kursangebot vorgesehen haben!

2. Kursinhalte & Struktur

Das zweite Kriterium zur Kursauswahl sollte lauten: Passt die Didaktik / Struktur des angebotenen Kurses? Und zwar zu meinem Fähigkeits-Level und zu mir!

Ausgehend vom Fähigkeit-Level erscheint aus unserer Sicht für Wingfoil-Einsteiger mit oder ohne Vorerfahrung die folgende Struktur an Kursinhalten sinnvoll:

Wingfoil-Kurs-Inhalte
Persönlicher Fähigkeitslevel und innvolle Kursinhalte

Neben den Vorkenntnissen ist es sicher auch immer eine Frage des individuellen Lerntyps, ob ein Kurs in seiner Struktur und der angebotenen Art der Vermittlung der Lerninhalte zu dir passt oder eher nicht. Nicht zuletzt ist es auch eine Frage der persönlichen Chemie – passt die Art und der Stil der Schule/des Trainers zu dir? Letztlich kannst du nur versuchen, dies im persönlichen Gespräch aus über authentische Erfahrungsberichte herauszufinden und für dich selbst zu beurteilen.

3. Trainer-Qualität & -Erfahrung

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist aus unserer Sicht die Qualität und Erfahrung der Trainer. Auch diese hat – unabhängig vom mitgebrachten eigenen Talent – einen erheblichen Einfluss auf deinen Lernerfolg. Leider lassen sich Qualität und Erfahrung im Vorhinein nur bedingt beurteilen. Hilfreiche Indizien liefern unserer Erfahrung nach vor allem authentische Berichte und Bewertungen von früheren TeilnehmerInnen. Vergleichsweise niedrige Preise und “Schnelllernversprechen” sollten demgegenüber eher skeptisch stimmen. Titel und Zertifikate (z.B. vom VDWS) geben vielleicht eine Orientierung, sind aber auch nur bedingt verlässliche Indikatoren – zumindest was Erfahrung und Einfühlungsvermögen der Trainer angeht.

4. Ausstattung der Wingsurfschule – Schulungsmaterial

Auch wenn es aus unserer Sicht derzeit kaum wirklich schlechtes Wingfoil-Material am Markt gibt, lohnt es sich zum Einen darauf zu achten, dass das hochwertiges und aktuelles Schulungsmaterial (Wings, Boards, Foils) am besten von bekannteren Marken sowie aus der aktuellen Saison eingesetzt wird.

Zum Anderen sollte die Schule eine ausreichende Auswahl an Wing-, Board- und Foil-Größen vorrätig haben. Nichts ist hinderlicher für einen schnellen Lernfortschritt, als zu groß oder zu klein dimensioniertes Material. Die Schule sollte in der Lage sein, das zur Verfügung gestellte Material entsprechend deines individuellen Fähigkeit-Levels sowie der Wind- und Wellen-Bedingungen am Schulungstag anzupassen.

Auch sollten Kälteschutzkleidung wie Neoprenanzug, Schuhe, Handschuhe entweder zur Verfügung gestellt werden, bzw. – im Falle von hygienisch relevanten Teilen (z.B. Schuhe) – mindestens zu angemessenen Preisen käuflich zu erwerben sein. Sicherheitskleidung wie Prallschutzweste und Helm müssen selbstverständlich ebenfalls zur Verfügung gestellt werden und sollten in der Kursgebühr enthalten sein.

Neben dem eigentlichen Wingfoil-Material sollte auch geeignetes Material zum vorbereitenden Training des Umgangs mit Wing, Board und Foil vorhanden sein. Dazu gehören großvolumige SUP- oder Windsurfboards mit Mittelfinne bzw. Schwert, auf denen die Handhabung des Boards und des Wings ohne Foil und gerne im flachen Wasser geübt werden können. Hilfreich sind auch Trockentrainer, wie sie z.B. die Wingfoil-Schule Fehmarn einsetzt (siehe Foto (c) ). Damit lassen sich die erforderlichen Bewegungen zur Körperdrehung, zur richtigen Stellung des Wings für ein erfolgreiches „Höhelaufen“, die Aufstehtechnik auf dem Board sowie die Griffwechsel im Verlauf der Basis-Manöver (Halse, Wende) trocken und sicher einüben.

Zum vorbereitenden und fokussierten Training für den Umgang mit dem Foil gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: 1. Das sogenannte Tow Foiling, bei dem das Foilen auf einem Foil-Board im Schlepp hinter dem Motorboot erlernt und geübt wird. 2. Das Üben auf einen E-Foil. Hier übernimmt ein am Foil befindlicher Elektromotor die Vorschubarbeit. Eine gute Wingfoil-Schule hat idealerweise beide oder zumindest eine der Möglichkeiten im Angebot. Das Erlernen des Foilens kann damit deutlich beschleunigt werden. Sehr interessant und von einigen Schulen angeboten: Ein begleitendes Wing-Foil-Training via Funkhelm vom Motorboot aus.

Mitunter ist es auch interessant, nach dem Kurs oder am Nachmittag/Abend nach dem Unterricht freie Übungsmöglichkeiten zu haben. Schön ist es dann, wenn die Schule Leihmaterial anbietet.

5. Bedingungen vor Ort

Schau dir vorab auch an, welche Bedingungen die Schule vor Ort zu bieten hat. Neben der Trainer-Qualität und dem Schulungsmaterial solltest du das Revier beachten:

  • Sind geeignete Wingfoil- und Übungs-Spots vorhanden?
  • Wenn ja, sind die Spots leicht zugänglich und nicht allzu weit entfernt?

Geeignete Wingfoil- und Übungs-Spots sollten folgende Bedingungen erfüllen:

  • Es muss eine ausreichende Wassertiefe zum Foilen gegeben sein.
  • Der Wind muss in der richtigen Stärke und aus der richtigen Richtung (Sideshore) wehen.
  • Neben Spots mit ausreichender Tiefe zum Foilen sollten auch Spots mit flachen Bereichen zum Üben mit dem SUP- oder Windsurf-Board zur Verfügung stehen.
  • Idealerweise gibt es am Spot relativ geschützte Bereiche mit weniger Wellengang.
  • Wichtig ist auch, dass ausreichend Platz zum Üben vorhanden ist. Gibt es nur wenige Spots, aber viele Windwassersportler, so kann es an beliebten Spots schnell eng werden. Vor allem beim Lernen und Üben kann das sehr hinderlich sein.

Sind diese Bedingungen erfüllt, sollten der oder die Spots auch noch leicht und schnell erreichbar sein. Nichts ist frustrierender, als wenn wertvolle Kraft und Kurszeit mit langen oder mühsamen Wegen zum Spot vergeudet werden. Einen Ausgleich kann auch hier das Vorhandensein eines Motorbootes bringen. Damit können die Spots gezielt angefahren werden.

Die Chance auf konstant gute Bedingungen ist dann besonders hoch, wenn die Schule Zugang zu mehreren Spots mit unterschiedlicher Ausrichtung und unterschiedlichen Wassertiefen zur Verfügung hat. So kann sie den – entsprechend des Lernziels und der vorherrschenden Windbedingungen (Richtung und Stärke) – jeweils geeigneten Spot auswählen.

6. Entfernung zur Schule / Organisation Übernachtung etc.

In der Nähe deines Wohnortes gibt es eine Wingfoil-Schule? Das ist doch super! Erfüllt Sie deine Kriterien? Falls nicht, kann es vielleicht sinnvoll sein, etwas weiter zu fahren, um ggf. bessere Lernbedingungen vorzufinden. Dann gilt es eine geeignete Unterkunft mit Parkmöglichkeiten sowie ggf. einem interessanten Freizeitangebot (Wellness?) zu finden. Viele Schulen helfen dabei; ebenso bei der Organisation der Anreise.

7. Wetter-Risiko – Wer trägt es?

Für das Wetter gibt es leider keine Garantie. Sollte das Wetter eine erfolgreiche Durchführung des Kurses verhindern, z.B. weil es zu stürmisch ist oder weil kein Wind vorhanden ist, so sollte es selbstverständlich sein, dass du dein Geld zurückerhältst oder dir einen neuen Kurstermin aussuchen kannst. Achte also du darauf, dass die Schule das “Wetter-Risiko” übernimmt.

In unserem Kursfinder findest du einige Wingfoil-Schulen aus verschiedenen Regionen. Einen schönen Erfahrungsbericht aus Sicht einer Kursteilnehmerin bei der Wingfoil-Schule Fehmarn findest du hier.

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