Sechs Veranstaltungstage, vier Tage mit Wettkämpfen und Bedingungen von sommerlich bis stürmisch: Die California Wingfoil Masters Sylt 2026 sind am Sonntag zu Ende gegangen. Auf dem Wasser wurden die Deutschen Meister im Wave und Slalom ermittelt – und auch im Freestyle gab es hochklassige Duelle.
Mit der Siegerehrung am Sonntag endete am Brandenburger Strand in Westerland eine intensive Wingfoil-Woche. Deutschlands beste Wingfoiler hatten sich auf Sylt in den drei Disziplinen Wave, Slalom und Freestyle gemessen.
Dabei zeigte die Nordsee in den vergangenen Tagen nahezu ihr komplettes Repertoire: Sonne und moderate Bedingungen ebenso wie mehr als sieben Windstärken und über zwei Meter hohe Wellen.
Klaas Voget verteidigt seinen Wave-Titel
In der Königsdisziplin Wave führte auch 2026 kein Weg an Klaas Voget vorbei.
Der Kieler gewann sowohl die Hin- als auch die Rückrunde und verteidigte damit seinen Deutschen Meistertitel bei den Herren. Tim Buchwald wurde Vizemeister. Den dritten Platz teilen sich Josh Mayer, Hannes Böhm, Sebastian Schacht und Ole Furkmann.
Auch in den Nachwuchsklassen ging es hochklassig zur Sache.
In der Youth U19 setzte sich Benedikt Hiss vor Jared Wegner durch. Bei den U17 gewann Hubert Christahl vor seinem Bruder Wilhelm Christahl. Eik Eberlein und Lasse Böhm folgten auf Rang drei.
Bei den Junioren U15 entschied Theo Buchwald beide direkten Duelle gegen den erst elfjährigen Tebbe Voget für sich und sicherte sich damit den Sieg. Jonte Boysen belegte Platz drei.
Benedikt Hiss dominiert den Slalom
Im Slalom waren bereits am ersten Veranstaltungstag sechs Rennen gefahren worden – und dabei hatte sich Benedikt Hiss früh in eine ausgezeichnete Ausgangsposition gebracht.
Mit fünf Laufsiegen und einem zweiten Platz gewann der Fehmaraner die Youth U19 und wurde Deutscher Meister. Jared Wegner sicherte sich den Vizetitel.
In der Youth U17 ging der Titel an Wilhelm Christahl vor Eik Eberlein und Hubert Christahl.
Bei den Junioren U15 gewann Jonte Boysen. Besonders bemerkenswert: Im Gesamtklassement aller Teilnehmer erreichte er Rang vier und war damit bester Junior. Theo Buchwald wurde Zweiter, Emil Schacht Dritter.
Bruderduell im Freestyle
Auch im Freestyle sorgten die Bedingungen auf Sylt für einen sehenswerten Wettbewerb.
Bei rund 20 Knoten Sideshore-Wind kam es im Finale der kombinierten U17/U19/Men-Division zum direkten Duell der Brüder Hubert und Wilhelm Christahl aus Preetz.
Hubert setzte sich durch und gewann damit die Youth U17. Eik Eberlein und Lasse Böhm teilten sich Rang drei.
In der Youth U19 hieß der Sieger erneut Benedikt Hiss vor Jared Wegner. Bei den U15 gewann Theo Buchwald vor Tebbe Voget und Jonte Boysen.
Vier Wettkampftage – und fast alles dabei
Sportlich dürften die Wingfoil Masters 2026 vor allem deshalb in Erinnerung bleiben, weil Sylt den Fahrern sehr unterschiedliche Bedingungen bot.
An vier der sechs Veranstaltungstage konnten Wettkämpfe ausgetragen werden. Vom schnellen Slalom über Freestyle bis hin zu anspruchsvollen Wave-Heats im massiven Sylter Shorebreak war damit nahezu die komplette Bandbreite des Wingfoil-Sports zu sehen.
Gerade die Wave-Wettbewerbe mit mehr als sieben Windstärken und über zwei Meter hohen Wellen zeigten dabei eindrucksvoll, warum diese Disziplin zu den anspruchsvollsten im Wingfoilen gehört.
180.000 Besucher bei zwei Wochen Wassersport auf Sylt
Mit den Wingfoil Masters endet zugleich eine zweiwöchige Wassersportserie am Brandenburger Strand.
Zuvor hatten bereits die Deutschen Meisterschaften im Windsurfen im Rahmen des California Windsurf Cups stattgefunden. Nach Angaben der Veranstalter kamen zu beiden Veranstaltungen zusammen mehr als 180.000 Besucher an den Strand und auf die Westerländer Promenade.
Damit gehören der California Surf Cup Sylt und die California Wingfoil Masters weiterhin zu den größten Wassersportveranstaltungen Schleswig-Holsteins.
Und auch die Fortsetzung ist bereits geplant: Ende Juli beziehungsweise Anfang August 2027 sollen Windsurfer und Wingfoiler wieder an den Brandenburger Strand zurückkehren.
Nach sechs Tagen Wingfoil-Action bleibt vor allem der Eindruck eines Events, bei dem diesmal auch die Bedingungen mitgespielt haben: Slalom, Freestyle und richtig anspruchsvolle Welle – viel mehr kann man sich für eine Deutsche Meisterschaft im Wingfoilen kaum wünschen.





