Auf der Kieler Woche geht es für die deutsche Elite ans Limit. Bei der German Open Championship wird nicht nur um den Titel gefightet, sondern um die exklusive Qualifikation für das hochkarätige WM-Testevent der olympischen Klassen im polnischen Gdynia. Da World Sailing das Formula Wingfoilen neu ins Programm aufgenommen hat, brennt die Flotte auf die Startplätze.
Das erwartet euch an der Regattabahn:
Taktik auf dem Foil: Erlebt hautnah, wie die Rider bei maximalem VMG die Laylines treffen und ihre Runs timen.
Harter Selektionsmodus: World Sailing vergibt fix nur einen Slot für Frauen und einen für Männer – jeder Fehler beim Crossing entscheidet über das Ticket.
DSV-Support: Weil die internationale Leistungsdichte explodiert, beantragt der Verband Zusatzplätze und übernimmt die Meldegebühren für Polen.
Olympischer Horizont: Detlef Groebert (DSV Boardsport) betont das Potenzial der Disziplin und sieht das Event als Sprungbrett: „Womöglich gibt es irgendwann die Chance, olympische Segeldisziplin zu werden.“
Renntaktik und Material-Reglement im Fokus
Die Kurse: Gefahren wird nach dem Racing-Format. Rechnet an der Regattabahn mit klassischen Up-and-Down-Kursen, die den Ridern maximales Höhelaufen und taktische Halsen-Duelle beim Downwind-Vmg abverlangen. Je nach Windfenster sind auch schnelle Slalom-Kurse für maximalen Top-Speed auf den Reach-Ranks möglich.
Das Material: Es gilt das strikte Formula-Wingfoilen-Reglement (Registered Series Production Equipment). Die Athletinnen und Athleten müssen ihr eigenes Material mitbringen. Erlaubt sind nur lizensierte Serien-Boards, Foils und Wings, um absolute Chancengleichheit bei der Jagd nach den GPS-Knoten zu garantieren. Pro Rider ist das Setup limitiert, taktisches Umbauen je nach Windböe auf der Förde erfordert also perfektes Materialwissen. Von dieser strikten Vorgabe wird während der Kieler Woche abgewichen, muss aber in Polen umgesetzt werden.
Packt euer Fernglas ein und schaut euch das taktische Racing der Formula-Klasse live auf der Förde an!





