Beitragsbild Elektrische Pumpe für Wings Ensis

Braucht kein Mensch. Bis man eine hat.

Elektrische Pumpen für Wings?

Braucht kein Mensch.

Das war lange meine feste Überzeugung.

So ein Wing ist schließlich kein Schlauchboot. Ein paar Minuten pumpen, fertig.

Außerdem ist das Aufpumpen mein Warm-up.

Andere kreisen vor dem Sport mit den Armen, dehnen die Schultern oder bewegen Körperteile, von denen sie hoffen, dass sie später nicht wehtun.

Ich pumpe meinen Wing auf.

Danach bin ich warm.

Effizienter kann man eine Session kaum beginnen.

Wenn neben mir jemand eine elektrische Pumpe anschloss, störte mich das natürlich nicht.

Jeder, wie er möchte.

„Bis die fertig ist, bin ich längst auf dem Wasser“, sagte ich mehr als einmal.

Dann pumpte ich.

Neben mir summte es.

Der andere schraubte währenddessen sein Foil zusammen.

Meistens waren wir ungefähr gleichzeitig fertig.

Aber ich war aufgewärmt.

Er nicht.

Punkt für mich.


Dann fing meine Frau mit dem Wingfoilen an

Was mich wirklich freute.

Natürlich half ich beim Aufbau.

Foil anschrauben. Leash befestigen. Material vorbereiten.

Und den Wing pumpte ich auch schnell auf.

Man möchte schließlich nicht, dass die Begeisterung für den neuen Sport schon beim dritten PSI endet.

Damit bestand mein Warm-up inzwischen aus zwei Wings.

An wechselhaften Tagen auch aus drei.

Oder vier.

Aber auch dafür gibt es Argumente.

Man muss sie nur finden.


Das große Summen

Im Sommer stehen wir mit dem Camper am Mittelmeer.

Wenn Wind angekündigt ist, tragen wir das Material frühzeitig zum Strand. Denn wenn er kommt, wollen wir aufs Wasser.

Es ist heiß.

Richtig heiß.

Und überall summt es.

Die anderen schließen kleine elektrische Pumpen an und kümmern sich währenddessen um ihr Foil oder einen Platz im Schatten.

Ich pumpe.

Meinen Wing.

Den meiner Frau.

Vielleicht noch einen weiteren.

„Die haben hier fast alle so ein Ding“, sagt meine Frau.

Ich sehe mich um.

Links summt eine Pumpe.

Rechts auch.

„Warum haben wir eigentlich keine?“

„Brauchen wir nicht.“

Noch ein paar Hübe.

Neben uns piept eine Pumpe.

Acht PSI.

Fertig.

„Außerdem ist das mein Warm-up.“

„Aha“, sagt sie.


Nur mal schauen

Am Abend sitze ich vor dem Camper.

Meine Frau hat ein Glas in der Hand.

Ich mein Handy.

„Was machst du?“

„Nichts.“

„Du schaust Pumpen an.“

„Nur mal.“

Mit Akku. Automatischer Abschaltung. Acht PSI. Zehn PSI.

„Ich dachte, wir brauchen keine.“

„Brauchen wir auch nicht.“

Ich öffne das nächste Modell.

„Aber?“

Es ist nach acht Uhr und immer noch warm.

„Bei der Hitze ist das etwas anderes.“

Sie sagt nichts.

Ich bestelle eine.


Seitdem summt es auch bei uns

Ein paar Tage später liegt die Pumpe neben unseren Wings.

Ich stelle acht PSI ein und drücke auf Start.

Während sie summt, schraube ich mein Foil zusammen.

Dann piept sie.

Acht PSI.

Ich stecke den Schlauch an den Wing meiner Frau und hole mir etwas zu trinken.

Seitdem kommt die Pumpe mit.

Wenn wir mehrere Wings aufbauen.

Wenn es heiß ist.

Wenn es schnell gehen soll.

Oder manchmal auch einfach so.

Natürlich könnte ich weiterhin von Hand pumpen.

Das steht außer Frage.

Meine Frau sitzt auf der Heckkante des Campers und sieht mir zu.

„Praktisch“, sagt sie.

„Für solche Tage schon.“

Die Pumpe piept.

Ich stecke sie an ihren Wing.

Sie lächelt.

„Ich dachte, das ist dein Warm-up.“

Ich schaue aufs Wasser.

Vor uns bricht eine Welle auf den Strand.

„Ich muss ja noch durch den Shorebreak.“


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