Bernd hat den Film gestern in unsere kleine Wingpassion-Gruppe gestellt. Ich habe ihn angeklickt – und er hat mich direkt eingefangen.
Vielleicht, weil „Why We Foil | DRIVEN BY WIND“ gar nicht versucht, den Foilsport groß zu erklären. Der knapp fünfminütige Film der Foil Board Company zeigt vielmehr dieses besondere Gefühl, das viele von uns sofort wiedererkennen.
Im Mittelpunkt steht der 41-jährige Brite Murray Saunders, der nach vielen Jahren im Wind- und Kitesurfen seine Leidenschaft fürs Foilen entdeckt hat.
Wenn plötzlich alles still wird
Eine der stärksten Szenen dreht sich um den Moment des Take-offs.
Gerade noch schlägt das Wasser gegen das Board, dann hebt es sich – und plötzlich wird es still. Aus Widerstand wird Gleiten. Aus Unruhe Leichtigkeit.
Murray beschreibt genau diesen Moment als etwas, das für ihn kaum mit einem anderen Sport vergleichbar ist.
Und wahrscheinlich ist es genau diese Szene, bei der viele Foiler denken werden:
Ja. Genau das. DAS IST WINGPASSION!
Forecast, Sturm und die Suche nach dem perfekten Moment
Natürlich gehört auch das Drumherum dazu.
Morgens um 5:34 Uhr den Seewetterbericht checken. Auf das richtige Tiefdruckgebiet warten. Wind und Swell beobachten. Das Material griffbereit haben, wenn sich endlich das passende Fenster öffnet.
Gerade bei kaltem Wasser und kräftigem Wind muss das Setup funktionieren. Foil, Board, Schrauben, Neopren – alles sitzt, alles hat seinen Platz.
Auch diese kleinen Details machen den Film so sympathisch. Er zeigt Foilen eben nicht nur als spektakulären Sport, sondern als Leidenschaft, die schon lange vor der eigentlichen Session beginnt.
Mehr als nur Zeit auf dem Wasser
„Driven by Wind“ erzählt zugleich von Freiheit.
Davon, wie Foilen die nutzbaren Bedingungen erweitert, kleine Wellen plötzlich spannend macht und den Ozean immer wieder neu zum Spielplatz werden lässt.
Und schließlich von dem Moment danach:
erschöpft vom Wasser kommen, gemeinsam das Material einpacken und mit Freunden bei einem Bier über die Session sprechen.
Vielleicht liegt genau darin die Stärke dieses Films.
Er erzählt keine große Geschichte.
Er zeigt einfach sehr genau, warum wir immer wieder aufs Wasser wollen.
Und danach bekommt man ziemlich zuverlässig Lust, den Forecast zu öffnen.
Unser Tipp: anschauen. Am besten mit Ton – und vielleicht direkt danach den nächsten Windtag checken.





