F-ONE gehört seit Jahren zu den Marken, die die Entwicklung im Wingfoilen, Surf Foiling und Downwind Foiling spürbar mitprägen. Auf dem Foilfestival 2026 hatten wir am F-ONE-Stand die Gelegenheit, ausführlich mit Philip über die Neuheiten der kommenden Saison zu sprechen.
Und diesmal geht es nicht nur um kleine Updates. F-ONE stellt zentrale Bereiche des eigenen Setups neu auf: vom Foil-System über neue Carbonmasten bis hin zu speziellen Frontflügeln, neuen Board-Shapes und innovativen Wing-Materialien.
Im Video zeigt uns Philip die wichtigsten Highlights direkt am Stand.
1. Neues Foil-System: Abschied vom bisherigen M6-Setup
Eine der größten Änderungen betrifft das Foil-System selbst. Nach vielen Jahren verabschiedet sich F-ONE vom bisherigen System mit M6-Schrauben und stellt auf eine neue Verbindung mit Mini-Tuttle-Box und zwei M8-Schrauben um.
Der Hintergrund: Der Sport hat sich enorm weiterentwickelt. Foils werden schneller, die Hebelkräfte größer und die Belastungen auf Mast, Fuselage und Frontflügel steigen. Mit dem neuen System möchte F-ONE mehr Steifigkeit, Stabilität und Zukunftssicherheit schaffen.
Besonders praktisch ist das neue Nutenstein-System. Die Schrauben lassen sich einfacher positionieren, der Abstand passt automatisch besser und kleine Teile gehen nicht so schnell verloren. Gerade wer sein Foil regelmäßig auf- und abbaut, dürfte diese Lösung im Alltag zu schätzen wissen.

Neuer UHM Carbonmast: Dünn, schnell und kompromisslos
Philip zeigt im Video außerdem den neuen Ultra High Modulus Carbonmast. Mit nur 12 mm Profilstärke ist der Mast extrem dünn und auf minimale Widerstände ausgelegt.
Das macht ihn besonders spannend für alle, die beim Downwind Foiling, Prone Foiling oder schnellen Wingfoilen maximale Effizienz suchen. Weniger Drag, mehr Speed und ein direkteres Fahrgefühl stehen hier klar im Fokus.


2. Der „Sushi“-Frontwing: Gemacht für radikale Turns in der Welle
Ein echtes Highlight am F-ONE-Stand war – neben der Vorstellung der Monobock-Foilserie – die Ankündigung eines neuen Frontflügels mit dem Namen Sushi. Der Wing soll voraussichtlich im August oder September auf den Markt kommen und richtet sich besonders an Fahrer, die in der Welle ein möglichst surfähnliches Fahrgefühl suchen.
Der Name passt durchaus: Der Sushi soll extrem agil sein und schnell von einer Kurve in die nächste rollen. Ziel ist ein Frontwing, der sich besonders leicht in Top Turns und Bottom Turns legen lässt und dabei ein sehr direktes, lebendiges Fahrgefühl bietet.
Damit spricht F-ONE vor allem Foiler an, die nicht einfach nur gleiten möchten, sondern aktiv mit der Welle arbeiten wollen. Also: enge Turns, schnelle Richtungswechsel und ein Gefühl, das möglichst nah an klassischem Surfing liegt.



3. Boards für Downwind und Surf: Spezialisierung statt Einheitslösung
Auch bei den Boards wird deutlich: F-ONE setzt immer stärker auf spezialisierte Shapes für unterschiedliche Einsatzbereiche.
Philip erklärt im Video die Unterschiede zwischen den Free Downwind Boards und den Free Surf Boards. Dabei geht es nicht nur um Länge und Volumen, sondern vor allem um Details im Shape, die auf dem Wasser einen großen Unterschied machen können.


Bei den Downwind Boards spielt eine effiziente Volumenverteilung eine wichtige Rolle. Gerade für schwerere Fahrer sind Modelle mit über 130 Litern interessant, um leichter ins Gleiten zu kommen und längere Strecken effizient zu foilen.
Die Free Surf Boards sind dagegen stärker auf Wendigkeit, Turns und Kontrolle in der Welle ausgelegt. Unterschiede am Heck, etwa Roundtail oder spitzeres Tail, beeinflussen dabei spürbar, wie sich das Board in Turns verhält und wie direkt es sich fahren lässt.
4. Chord X: Neues High-End-Material für F-ONE Wings
Auch bei den Wings gibt es spannende Neuheiten. Das neue High-End-Material bei F-ONE heißt Chord X.
Im Video erklärt Philip, warum F-ONE bei diesem Material einen anderen Weg geht als bei sehr steifen High-End-Materialien wie Aluula. Chord X soll sehr leicht bleiben, ohne schwere zusätzliche Innenverstärkungen an den Nähten zu benötigen. Gleichzeitig soll es sich weicher und angenehmer anfühlen, aber seine Performance-Eigenschaften über einen langen Zeitraum behalten.
Das klingt nach einem interessanten Ansatz für Fahrer, die einen leistungsstarken Wing suchen, aber kein extrem hartes oder ungewohnt steifes Fahrgefühl möchten.


Neue Griffoptionen: Soft Handles, Hard Handles, Boom und Carbon Handles
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Modularität. Die neuen Wings werden nicht mehr mit fest vorgegebenen Griffen ausgeliefert. Stattdessen können Fahrer selbst wählen, was am besten zum eigenen Stil passt.
Zur Auswahl stehen Soft Handles, Hard Handles, Boom-Lösungen und ganz neu ultraleichte Full-Carbon-Handles. Diese sollen laut Philip nur rund 200 Gramm wiegen und trotzdem ein sehr direktes Fahrgefühl ermöglichen.
Auch ein echter Carbon-Boom ist bereits in Planung und könnte 2027 folgen. Damit baut F-ONE sein Wing-System weiter in Richtung Modularität und individueller Abstimmung aus.


Strike Chord X oder Origin: Welcher Wing passt zu wem?
Im Video geht Philip außerdem auf die Unterschiede zwischen den Wing-Modellen ein. Der Strike Chord X richtet sich eher an Fahrer, die maximale Performance, Direktheit und Effizienz suchen.
Der Origin bleibt dagegen die gutmütigere Option. Er dürfte besonders für Aufsteiger, Freerider und alle interessant sein, die einen unkomplizierten, leicht kontrollierbaren Wing suchen.
Damit wird deutlich: F-ONE entwickelt nicht nur High-End-Material für Experten, sondern hält gleichzeitig an zugänglichen Konzepten für eine breite Zielgruppe fest.


Fazit: F-ONE stellt die Weichen neu
Was F-ONE auf dem Foilfestival 2026 gezeigt hat, wirkt wie ein größerer Schritt in die nächste Generation. Das neue Foil-System, der dünne UHM Carbonmast, der angekündigte Sushi-Frontwing, spezialisierte Board-Shapes und das neue Chord X Material zeigen klar, wohin die Reise geht: mehr Effizienz, mehr Steifigkeit, mehr Modularität und mehr Spezialisierung für unterschiedliche Fahrstile.
Besonders spannend ist, dass F-ONE dabei nicht nur einzelne Produkte verbessert, sondern gleich mehrere zentrale Bausteine des Systems neu denkt.
Wer wissen möchte, wie das neue Tuttle-System aussieht, was den Sushi-Frontwing so besonders macht und welche Wing-Option am besten zum eigenen Fahrkönnen passt, sollte sich unser Interview mit Philip direkt vom Foilfestival ansehen.





